Pionierpanzer KODIAK

Die gepanzerte Pioniermaschine PiPz3

Pioniertruppen des 21. Jahrhunderts benötigen einen robusten, zuverlässigen und zukunftsfähigen Pionierpanzer (PiPz) mit modernster Ausrüstung, hohem Schutz und Mobilität im gesamten Einsatzbereich. Rheinmetall Landsysteme hat als Systemhaus auf diese Anforderungen reagiert und mit dem PiPz3 Kodiak das gepanzerte Pionierfahrzeug der dritten Generation entwickelt.

Vielseitig, hoch geschützt, einsatzbewährt und modern ist der Kodiak die beste Wahl für die Pioniere der Bundeswehr und der NATO im Einsatz- und Katastrophenfall. Hochmobil auf dem Fahrgestell des Leopard 2 nutzt die Pioniertruppe den Kodiak zum Anlegen von Sperren und hemmt damit effektiv die Bewegung gegnerischer Truppen. Gegnerische Sperren werden zur Förderung der Beweglichkeit der eigenen Kampftruppe schnell beseitigt. Hierbei erweist er sich als extrem agil und kann auch bei Arbeiten in Engstellen effektiv eingesetzt werden. Der Wechsel der zahlreichen Spezialwerkzeuge erfolgt unter Schutz, was der Besatzung größtmögliche Sicherheit bietet.

Zusammen mit dem bei der Bundeswehr bereits eingeführten Bergepanzer (BPz3) Büffel bildet der Kodiak als echter Pionier eine perfekte, logische Ergänzung im Bereich der Unterstützungsfahrzeuge. Insbesondere im Hinblick auf Interoperabilität und Synergien bei Gleichteilen, Wartung und Ausbildung setzen alle Kodiak-Nutzer auf das schlagkräftige Spezialistenteam.

Pionierpanzer 3 KODIAK im Katastrophenschutzeinsatz

Making-of "Hinter den Kulissen des PiPz3 Kodiak Drehs"

Kodiak – Der stärkste seiner Art

Der PiPz3 Kodiak verbindet moderne Pioniertechnik mit den bewährten Komponenten des Kampfpanzers Leopard 2. Das Kampfunterstützungsfahrzeug verfügt über einen Knickarmbagger in der Fahrzeugmitte inkl. weiterer Baggerwerkzeuge, einem verstellbaren Planierschild und einem flexibel einsetzbaren Windensystem. Das Gesamtgewicht bleibt trotz der umfangreichen Ausstattung in der MLC70 Klasse. Unter der Nutzung des Minendurchbruch-Kits kann die Besatzung den Kodiak in kurzer Zeit in ein Minendurchbruchsystem mit Minenräumpflug, Signaturduplikator und Markiereinrichtung umrüsten.

Hinzu kommen ein hoher ballistischer Schutz, integrierter Minenschutz, eine ABC-Schutzbelüftung und ein Mannschaftsraum mit Heiz- und Kühlsystem. Zusätzliche Ausrüstungen, wie z.B. Gefechtsführungssysteme sowie Funk- und Gegensprechgeräte und weiteres Zubehör, werden kundenspezifisch integriert.

Die 2- oder 3-köpfige Besatzung des PiPz3 Kodiak kann das System unter Vollschutz einsetzen. Dies gilt auch für den Wechsel der Baggerwerkzeuge. Des Weiteren kann der PiPz3 Kodiak aus sicherer Entfernung ferngesteuert gefahren und eingesetzt werden. Das Fahrzeug ist das optimale Werkzeug der Pioniertruppe, die mit der Errichtung oder dem Brechen von Hindernissen auf dem Gefechtsfeld beauftragt ist, einschließlich des Durchbrechens von Minenfeldern. Besonders eignet sich der PiPz3 Kodiak auch für die Katastrophenhilfe im In- und Ausland, zum Beispiel beim Einsatz gegen Waldbrände.

Darüber hinaus ist das Fahrzeug in der Lage, elektrische und hydraulische Energie für externe Werkzeuge bereitzustellen, beispielsweise für zusätzliche Arbeitsleuchten oder hydraulisch angetriebene Handwerkzeuge. Klimaanlage, Nachtsichtfähigkeit, Beobachtungsmöglichkeit über Kameras und eine vollständig unter Schutz bedienbare Waffenstation (optional) sind nur einige der zusätzlichen Eigenschaften, die den Kodiak auszeichnen.

Bagger und Baggerwerkzeuge

Das System verfügt über eine hydraulisch betätigte Schnellkupplung mit Hydraulikanschlüssen für verschiedene Baggerwerkzeuge wie Universalgreifer, Hydraulikhammer und Betonschere. Auf dem Heckträger kann das Fahrzeug bis zu zwei zusätzliche Baggerwerkzeuge transportieren.

Die Baggerwerkzeuge können ausgetauscht werden, ohne dass der geschützte Mannschaftsraum verlassen werden muss. Der Knickarmbagger in der Mitte der Fahrzeugfront ermöglicht sogar den Einsatz in Engstellen oder im Gebirge und garantiert die Nutzung des Baggerarms uneingeschränkt nach beiden Seiten.

Windenanlage

Die Doppelwindenanlage wurde speziell für die Anforderungen der Pionierkräfte ausgelegt. Mit der Anlage ist es möglich, Sperren und Hindernisse schnell einzureißen. Beide Winden können gemeinsam oder unabhängig voneinander verwendet werden, verfügen über eine Freilaufeinrichtung und können zum Bergen von schweren Fahrzeugen gemeinsam eingesetzt werden.

Anders als bei einer einzigen schweren Winde, bei der mindestens zwei Personen den Schutz des Fahrzeugs zu verlassen haben, um das Stahlseil anzuschlagen, lassen sich die zwei Windenseile des Kodiaks von nur einer Person am Objekt der Wahl anbringen. Dies bedeutet einen deutlichen Sicherheitsgewinn für die Besatzung.

MBT-Leopard-2-Fahrgestell

Der PiPz3 Kodiak ist das gepanzerte Pionierfahrzeug, welches auf dem Fahrgestell des Leopard 2-Panzers basiert. Mit seiner erstklassigen Geländegängigkeit kann er den heutigen hochmobilen Manövereinheiten, z.B. dem Kampfpanzer Leopard 2, uneingeschränkt folgen. Dank seines hohen Schutzniveaus gegenüber Geschossen und Minen ist die Sicherheit der Besatzung gewährleistet; durch zusätzlichen Bombletschutz kann ihre Überlebensfähigkeit zu dem noch weiter verbessert werden. Durch die Verwendung der MLC80 Fahrwerkskomponenten ist ein Aufwuchspotential für einen weiter erhöhten Schutz vorhanden.

Waffenstation

Manuell oder ferngesteuert betriebene Waffenstationen können eingesetzt und verwendet werden. Der PiPz3 Kodiak kann zudem mit einer Nebelmittelwurfanlage neuester Bauart ausgestattet werden.

Sichtkonzept

Die Pionierausrüstung umfasst Winkelspiegel und ein Kamerasystem, das es der Besatzung erlaubt, bis auf das Anschlagen der Windenseile alle Aufgaben unter Schutz durchzuführen. Das Kamerasystem umfasst bis zu sechs Videokameras. Mit deren Hilfe kann die Besatzung Aufgaben wie Erdaushub, Werkzeugwechsel, Planieren und Minenräumen zum Brechen und Errichten von Sperren ausführen, ohne die Sicherheit des Kampfraumes verlassen zu müssen. Die Besatzungsmitglieder können die Kamerabilder unabhängig voneinander auf ihren jeweiligen Bildschirmen beobachten.

Ferner besteht die Möglichkeit Kamerabilder, auf in den Periskopen integrierten Monitoren, darzustellen oder das Gesamtsystem z.B. in sehr gefährlichen Einsätzen per Fernsteuerung zu betreiben.

Kunden in Europa und darüber hinaus nutzen den PiPz3 Kodiak als optimales Arbeitsgerät für ihre Kampfpioniere und setzen diesen zur vollsten Zufriedenheit ein.

Rheinmetall ist weltweit seit über 50 Jahren verlässlicher Partner für Kampf- und Unterstützungsfahrzeuge und bietet Innovation, zuverlässige Leistungsfähigkeit sowie Versorgungssicherheit für die gesamte Nutzungsdauer.

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