Pressestimmen: Rheinmetall Mörsersysteme und -munition:

Effektives Steilfeuer für die Infanterie

Der Mörser gilt noch immer verbreitet als die "Artillerie des kleinen Mannes". In der Tat bleibt er vor allem für die Infanterie das schnell verfügbare Mittel wirkungsvoller und vielseitiger Feuerunterstützung. Denn weltweit zeigen Einsatzerfahrungen, dass abgesessen kämpfende Einheiten und Spezialkräfte selbst in Zeiten der streitkräftegemeinsamen taktischen Feuerunterstützung über eine eigene, hochwirksame Steilfeuerkomponente verfügen müssen. Die Bundeswehr traf daher jüngst die Entscheidung, neben der bereits im Einsatz befindlichen 120mm-Mörserfamilie eine weitere 60mm-Mörserfamilie als "leichtes Wirkmittel indirektes Feuer" einzuführen. Andere Armeen haben 81mm-Mörserfamilien in Nutzung. Als Partner moderner Streitkräfte bietet Rheinmetall ein umfangreiches Portfolio an Mörsersystemen und Munition an.

120mm IHE-Granate DM91

120mm Munitionsfamilie – von Grund auf neu entwickelt

Rheinmetall hat seine gesamte 120mm-Mörsermunitionsfamilie von Grund auf neu entwickelt. Die innovative 120mm-Mörsermunitionsfamilie umfasst neben Insensitive High Explosive (IHE)-, Nebel- und Leuchtgeschossen ein dazu neu entwickeltes Treibladungssystem. Sie zeichnet sich durch eine hohe Reichweite (bis zu acht Kilometern) und extrem hohe Präzision aus.

Die IHE-Munition ist optimiert gegen halbharte Ziele. Sie verfügt über eine gegenüber der Vorgängermunition deutlich verbesserte Splitterwirkung und ist in der Lage, mit einem geeigneten Zünder armierten Beton nach STANAG 4536 zu durchschlagen. Das IHE-Geschoss verfügt über insensitive Eigenschaften gemäß STANAG 4170.

Die Nebelmunition ist auf Nutzlast optimiert. Der Nebel zeichnet sich durch multispektral deckende Eigenschaften mit sehr hoher Effektivität aus. Ein Nebelgeschoss hat vier Nebeltöpfe, deren Design auf dem DM1560 des eingeführten 155mm-Nebelgeschosses DM125 basiert. Die verwendete Nebelmasse ist identisch und daher nachgewiesen toxikologisch unbedenklich. Zudem bietet sie die gleiche Abdeckung im visuellen und infraroten Bereich.

Das Infrarot-Leuchtgeschoss ermöglicht eine exzellente Ausleuchtung des Gefechtsfeldes im IR-Spektrum von 0,7 bis 1,2μm, bei minimaler Signatur im visuellen Bereich für einen Zeitraum von ca. 45 Sekunden bei einer Fallgeschwindigkeit von <6m/s.

Das zur 120mm-Mörsermunitionsfamilie gehörende Treibladungssystem basiert auf dem EI-Treibladungspulver aus dem Hause Nitrochemie. Es bietet sehr gute Eigenschaften in Bezug auf Temperaturstabilität, Energieinhalt, Lagerung und System-Kompatibilität. Damit trägt das Pulver wesentlich zur sehr hohen Präzision der Munition über das gesamte Temperaturband bei.

60mm- und 81mm-Mörsermunitionsfamilien

Rheinmetalls 60mm-Mörsermunitionsfamilie umfasst Gefechts- und Übungsmunition darunter IHE, Multispektral-Nebelgranaten sowie Leuchtgranaten

(sichtbar und infrarot). Die IHE ist auf Insensivität optimiert und erfüllt bzw. übertrifft alle Vorgaben der STANAG 4439. Die optimierte 60-mm-IHE-Pre- Formed Fragments (PFF) erreicht dabei eine der 81mm-Munition vergleichbare Wirkung – bei geringerem Gewicht von Waffen und Munition

Die neue 60mm-Munition kann sowohl mit Kommandomörsern als auch mit Standard- und Long-Range-Mörsern verschossen werden. Die maximale Kampfentfernung beträgt dabei knapp 4.000 Meter aus einem Standardwerfer und knapp 4.500 Meter aus einem Long-Range-Werfer. Mit der Kommandowaffe werden noch über 2.000 Meter Reichweite erzielt. Darüber hinaus ist die neue 60mm-Mörsermunitionsfamilie mit allen gängigen Waffensystemen dieses Kalibers kompatibel.

Das Treibladungssystem ist bei allen Varianten identisch und besteht wie bei der 120mm-Munition aus EI-Pulver der Rheinmetall Nitrochemie, was eine hervorragende Präzision über das gesamte Temperaturband gewährleistet.

Treibladungssystem

Das Treibladungssystem basiert bei allen Munitionsfamilien auf dem temperaturunabhängigen EI-Pulver von Rheinmetall.

Selbstverständlich hält Rheinmetall auch für die nach wie vor weit verbreiteten 81-mm-Mörser eine komplette moderne Munitionsfamilie parat, die bei einem NATO-Kunden seit einigen Jahren qualifiziert und eingeführt ist. Sie verfügt ebenso über Insensitive Munition (IM)-Eigenschaften, die die Anforderungen des NATO STANAG 4439 übertreffen. Der Nebel der RP-Granate ist nichttoxisch und bietet sowohl im sichtbaren wie im IR-Bereich zuverlässigen Schutz vor Aufklärung. Die Leuchtgranaten erhellen das Gefechtsfeld zuverlässig im sichtbaren Bereich. Eine IR-Leuchtgranate sowie eine PFF-Sprenggranate sind auf Kundenwunsch verfügbar.

Mortar Weapon System MWS 81

Auftrag der norwegischen Streitkräfte hat Rheinmetall sein Mortar Weapon System MWS 81 entwickelt. Es umfasst eine Lafette mit integrierten hydraulischen Rückstoßdämpfern, einem kundenspezifischen Feuerleitrechner, Bedieneroberfläche und Bodenplatte. Die Lafette wiegt rund 618 Kilogramm, mit Bodenplatte kommt das Gesamtsystem auf 998 Kilogramm. Das System ist zum Einrüsten in den Schützenpanzer CV90 ausgelegt, kann aber auch abgesetzt eingesetzt werden. Zieldaten lassen sich über verschiedene Sensoren, über Führungs- und Informationssysteme oder auch manuell eingeben. Der Mörser richtet sich dann per Knopfdruck in Zielrichtung aus, die Ausrichtgenauigkeit liegt bei unter 5 mils. Die Lafette für das norwegische Programm ist für den britischen L16A2 81-mm-Mörser ausgelegt. Sie lässt sich aber auch auf 120mm-Mörser einrichten.

Ausblick

Mit seiner modernen, präzisen, effektiven und vielseitigen Mörsermunitionsfamilie stellt Rheinmetall den Streitkräften Wirkmittel zur Seite, die sich für die Gefechtsfelder von heute und morgen eignen. Der Hochtechnologiekonzern für Mobilität und Sicherheit unterstreicht damit seinen Anspruch, den Soldatinnen und Soldaten die bestmögliche Ausrüstung zur Verfügung zu stellen.

Quelle:
Zu Gleich, Ausgabe 2/2016 von Dezember 2016. Autor: Dr. Jan-Phillipp Weisswange, Rheinmetall AG

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