11.06.2018

Rheinmetall und Supashock stellen modernes Ladesystem auf der Eurosatory vor

Rheinmetall und die australische Firma Supashock stellen auf der Eurosatory 2018 erstmals das automatisierte Ladesystem Automated Load Handling System (ALHS) vor. Diese führende technische Lösung ermöglicht effizientes, automatisiertes Aufnehmen und Abladen von Containern, Modulen und Flatracks auf militärische Logistikfahrzeuge aus der geschützten Fahrerkabine heraus – und damit auch in gefährdeter Umgebung.

Entwickler und Hersteller des ALHS ist die australische Firma Supashock. Das Automotive-Unternehmen aus Adelaide ist kürzlich Teil des internationalen Rheinmetall-Netzwerks geworden. Das ALHS-Konzept revolutioniert integrierte Ladesysteme für militärische Anwendungen. Das System der 17 Tonnen-Klasse – ALHS 17 – trägt signifikant zum Schutz der Besatzung bei, da es das automatisierte Aufnehmen und Absetzen von ISO-Containern, Modulen und STANAG-kompatiblen Flatracks mit einem Gewicht von bis zu 17 Tonnen aus der geschützten Fahrerkabine heraus ermöglicht.

Das innovative Supashock ALHS 17 integriert auf einem HX 8x8-Truck der Rheinmetall MAN Military Vehicles (RMMV) wird auf der Eurosatory 2018 durch den australischen Minister für Verteidigungsindustrie, The Honourable Christopher Pyne MP, offiziell enthüllt.

Oscar Fiorinotto, Geschäftsführer von Supashock: „Unser Supashock-Team ist stolz darauf, in Partnerschaft mit Rheinmetall ein revolutionäres Ladesystem entwickelt zu haben, das den militärischen Nachschub in Gefechtsfeldumgebungen erleichtert und das es den Soldaten ermöglicht, in der integrierten geschützten Kabine des HX 8x8-Trucks bleiben können.“

Neben anderen Eigenschaften nutzt das ALHS 17 modernste Bewegungstechnologie für die militärische integrierte Ladesystemlösung. Automatisierte Technologie ersetzt Bedienungsabläufe von Hand, wodurch eine einzelne Person das System einsetzen kann. Das traditionelle Auf- und Abladen von Containern und Ausrüstung von militärischen Logistikfahrzeugen erfordert demgegenüber einen höheren Personalansatz, zieht Ressourcen von anderen Aufgaben ab, reduziert das Lagebewusstsein der Soldaten und setzt mehr Kräfte einer potentiell gefährlichen Umgebung aus.

Eine Gefechtssituation bringt darüber hinaus oftmals sowohl für den Transport, als auch für das Auf- und Abladen militärischer Ausrüstung folgende Herausforderungen mit sich:

  • Fehlerhafte Ausrichtung der Ladung auf dem Fahrzeug;
  • Neigungen und Gefälle, die das Fahrzeug überwinden muss;
  • Verschmutzungen durch Matsch, Sand oder Trümmer, so dass kein Zugriff auf die unteren Eckbeschläge möglich ist.

Das ALHS 17 bietet verschiedene integrierte mechanische Freiheitsgrade in Kombination mit einer computergestützten Bedienerschnittstelle, was das Auf- und Abladen eines Containers unter allen Bedingungen einfach macht. Zudem ist das Be- und Entladen von ISO-Containern oder Modulen mit dem ALHS 17 in deutlich kürzeren Zeiträumen möglich, als mit herkömmlichen Systemen.

„Supashock hat das Konzept für integrierte militärische Ladesysteme wirklich revolutioniert“, so Michael Wittlinger, Geschäftsführer der RMMV. „Das ALHS 17 führt eine echte ‚Lift and Go‘-Fähigkeit ein, die die Aufenthaltszeit militärischen Personals in gefährlicher Umgebung signifikant reduziert und daher zu Überlebensfähigkeit und Schutz insgesamt beiträgt.“

„Der große Erfahrungsschatz der RMMV mit großen, in Nutzung befindlichen Fahrzeugflotten und anspruchsvollen Kunden hat zu einem einzigartigen, für den Bedarf moderner Streitkräfte zugeschnittenen Produkt geführt, welches zudem noch die Leistungsfähigkeit unserer HX-Militärfahrzeugfamilie steigert“, so Michael Wittlinger.

Rheinmetall hält 49 Prozent der Anteile von Supashock. Beide Unternehmen können hinsichtlich Partnerschaften bei der Entwicklung wegweisender Technologien auf Erfolgsgeschichten zurückblicken.

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