24.11.2011

Rheinmetall mit Großauftrag erfolgreich in Russland

Hochmodernes Trainingszentrum für das russische Heer

Der Düsseldorfer Rheinmetall-Konzern ist mit seinem russischen Partner JSCo Oboronservis vom Verteidigungsministerium der Russischen Föderation beauftragt worden, ein Trainings- und Ausbildungszentrum in Mulino/Russland zu errichten. Damit wird in der Wolga-Region bis 2014 die weltweit modernste Trainingsbasis mit simulationsgestützter Ausbildung entstehen, in der pro Jahr bis zu 30.000 Soldaten ausgebildet werden können. Das Auftragsvolumen für Rheinmetall beziffert sich einschließlich Erweiterungsoptionen auf über 100 Mio. EUR.

Der Auftrag ist für den Düsseldorfer Konzern von besonderer strategischer Bedeutung. Mit ihm ist der deutschen Wehrtechnik erstmals in bedeutendem Umfang der Zugang auf den russischen Markt gelungen. Im Hinblick auf die geplante Modernisierung der Ausrüstung der russischen Streitkräfte bieten sich damit gute Chancen für Folgebeauftragungen aus der Russischen Föderation.

Rheinmetall gehört zu den weltweit führenden Anbietern und Betreibern von Simulations- und Ausbildungssystemen im Bereich der Land-, Marine- und Flugsimulation.

Für die Bundeswehr betreibt Rheinmetall bereits heute in der Altmark (Sachsen-Anhalt) das Gefechtsübungszentrum Heer (GÜZ), das technisch als Vorbild für die in Russland zu errichtende Anlage gilt. Auch ein weiterer Kunde aus dem Mittleren Osten hat 2009 eine vergleichbare Ausbildungseinrichtung bei Rheinmetall in Auftrag gegeben.

Für die nun an der Wolga entstehende Anlage hat sich Rheinmetall gemeinsam mit der russischen JSCo Oboronservis in einer strategischen Partnerschaft verbunden. JSCo Oboronservis ist der Generalunternehmer im Projekt und wird die Anlage künftig für die russischen Streitkräfte als Betreibermodell führen.

Die Ausbildung mittels Simulationstechnik gewährleistet den Streitkräften nicht nur eine realitätsnahe und effiziente Vorbereitung von Truppenteilen in unterschiedlichen Einsatzszenarien, sondern auch erhebliche Einsparungseffekte durch geringeren Material- und Treibstoffverbrauch sowie reduziertem Verschleiß an schwerem Gerät. Nach Schätzungen des russischen Militärs soll sich die jetzt beauftragte Anlage bereits nach wenigen Jahren amortisiert haben.

Rheinmetall ist mit der Entwicklung und Lieferung der Live-Gefechtssimulations¬anlage beauftragt und wird zudem die Realisierung aller Gewerke in Mulino bis zu deren Inbetriebnahme überwachen und für die Einhaltung der Qualitätsstandards verantwortlich sein.

Das hochmoderne Heeresausbildungszentrum in Mulino ist für die Ausbildung von verstärkten mechanisierten Infanterie- und Panzerbrigaden konzipiert. Auf einem Areal von mehr als 500 Quadratkilometern können die Kräfte in einem innovativen Rotationsprinzip an unterschiedlichsten Station beübt werden, wobei jeder Trainingsteilnehmer mittels elektronischer Identifikation von einem Trainingsausbildungssystem erfasst und während der gesamten mehrwöchigen Ausbildung bis zum erfolgreichen Abschluss geführt wird.

Dem in Mulino erstmals eingeführten Rotationsprinzip für die zu beübenden Verbände wird ein Eingangsqualifikationsverfahren mittels praktischen und theoretischen Nachweisen in Form von innovativen CBT-Modulen vorgeschaltet sein. Erst nach Feststellung der Grundqualifikation durchlaufen die Teilnehmer die weiteren Stationen der Ausbildung, die die Live-Gefechtssimulation, das Training in virtuellen Simulatoren, die Ausbildung von Kommandeuren mittels konstruktiver Simulation, das Scharfschießen auf modernen Schießbahnen wie auch weitere praktische Ausbildungseinheiten beinhalten wird. Ein Novum in Mulino wird die Vernetzung der Live (L), virtuellen (V) und konstruktiven (C) Simulationsanteile zu einem LVC-System sein, die einen neuen Maßstab in der militärischen Ausbildung setzen wird.

Im Rahmen der Live-Gefechtssimulation werden die auszubildenden Verbände und Einheiten künftig unter Verwendung von Laserduellsimulatoren und modernster Kommunikationstechnik mit ihren Original-Einsatzgeräten und Gefechtsfahrzeugen auf einem Übungsgelände mit einer Fläche von ca. 200 Quadratkilometern üben können. Der scharfe Schuss wird durch den Einsatz von augensicheren Laserduellsimulatoren für sämtliche Waffensysteme, wie z.B. Hand- und Panzerabwehrwaffen, Bordkanonen von Kampfpanzern, Haubitzen oder Bordmaschinenkanonen von Schützenpanzern, simuliert.

Nach Abschluss des mehrwöchigen Ausbildungsprogramms wird jede beübte Brigade über einen vergleichbaren und zertifizierten Ausbildungsstand verfügen. Hiermit wird der Zielsetzung der Militärführung in der Russischen Föderation Rechnung getragen, die Ausbildung jeder Brigade optimal an die Einsatzrealität anzupassen.

Realitätsnahe Simulation dank innovativer Technik

Die hochkomplexe Ausbildungstechnik, die von Rheinmetall stetig weiterentwickelt wurde und die im Gefechtsübungszentrum (GÜZ) am Standort Letzlingen seit 2001 betrieben wird, hat sich in der Nutzung durch die Bundeswehr bestens bewährt.

Für das Live-Training werden dort sämtliche Übungsteilnehmer, vom einzelnen Soldaten bis zum Kampfpanzer, zu Übungsbeginn mit Lasersensoren und kleinen Datenfunkgeräten ausgestattet.

Diese Datenfunkgeräte verfügen über einen GPS-Satellitenempfänger und senden ständig Informationen über Position und Status eines jeden einzelnen Übungsteilnehmers in die Leitungszentrale. Beim Training von Einsätzen im urbanen Umfeld (sog. MOUT-Szenarien: Military Operations in Urban Terrain) wird selbst die Position von Soldaten innerhalb von Gebäuden mittels einer speziellen Sensorik erfasst. Auch der Beschuss schwerer Waffensysteme auf Gebäude und die entsprechende Wirkung auf Übungsteilnehmer innerhalb von Gebäuden kann simuliert werden.

Zusätzlich begleiten mobile Videoteams eine Übung und übertragen ihre Bilder drahtlos in Echtzeit in die Zentrale. Dort laufen alle Daten einer Übung inklusive des gesamten Truppensprechfunkverkehrs zusammen. Auf Computerarbeitsplätzen und in Grossbildprojektionen werden die Position und der Status aller Übungsteilnehmer in einer 2D/3D Lagekarte inklusive der Videoaufzeichnungen in Echtzeit dargestellt.

Sämtliche Ereignisse der Großübung werden elektronisch aufgezeichnet und für nachfolgende Besprechungen aufbereitet, um die Ergebnisse den Übenden später in einem ortsfesten Auditorium oder in mobilen Einrichtungen im Übungsgelände zu präsentieren.

Simulationstechnik von Rheinmetall leistet somit einen entscheidenden Beitrag zu einer fundierten, einsatzorientierten Ausbildung, die den Soldaten die bestmögliche Vorbereitung für die Erfüllung ihres militärischen Auftrags und damit auch ein hohes Maß an persönlicher Sicherheit im Einsatz gewährt.

Rheinmetall AG

Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Oliver Hoffmann
Rheinmetall Platz 1
40476 Düsseldorf
Deutschland
Telefon: +49 211 473-4748
Fax: +49 211 473-4157

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