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Juli 2006 Flugabwehrsysteme – Optimaler Schutz gegen Bedrohung aus der Luft
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Wirksamer Schutz vor FlugkörpernDas System muss kleine, schnell fliegende Flugkörper mit hoher Letalität bekämpfen können. | |
Kurze Systemreaktionszeiten und MehrfachzielbekämpfungWegen kurzer Expositionszeiten des Gegners ist eine sofortige Feuerauslösung auf ein erstes Ziel – mit unmittelbar nachfolgendem Zielwechsel – erforderlich. Die komplette Sequenz "Suchen" bis "Schießen" muss deshalb automatisch ablaufen und eine Mehrfachzielbekämpfung bei hohe Feuerkraft und Wirkung im Ziel ermöglichen. | |
Hohe operationelle VerfügbarkeitDas Waffensystem muss über längere Zeiten in Dauerbereitschaft stehen können. | |
Tag- und Nacht- sowie AllwettereinsatzfähigkeitVor allem für den Objektschutz ist eine wetterunabhängige Einsatztauglichkeit rund um die Uhr unverzichtbar. | |
ECM- und EOCM-ResistenzDie Resistenz gegen elektronische und elektro-optische Gegenmaßnahmen gilt als wichtigste Voraussetzungen für den Wirkerfolg. | |
VernetzbarkeitFlugabwehrsysteme müssen sowohl autonom, integriert in ein übergeordnetes Radar- und Führungssystem und auch vernetzt mit anderen FlaSystemen eingesetzt werden können. | |
Hohe MobilitätFlugabwehrsysteme müssen über hohe Verlegefähigkeit verfügen. Außerdem wird ein schneller Stellungsbezug und schnelle Einsatzbereitschaft verlangt. |
Eine kosteneffektive Lösung für den allwetterfähigen Objektschutz stellt die Integration von Rohrgeschützen und Lenkwaffenwerfern in einer Feuereinheit mit gemeinsamer Feuerleitung dar, die einen gleichzeitigen Einsatz aller Waffen gegen eine Vielzahl verschiedener Ziele ermöglicht. Dabei hat sich im Bereich der Hochleistungs-Flugabwehr-Rohrwaffen das Kaliber 35 mm als führend herausgestellt. Durch ihren Einsatz in einer Revolverkanone kann die Kadenz auf 1.000 Schuss/min gesteigert werden.
Durch die Nutzung neu entwickelter Ahead-Technologie erhält ein solches System eine Counter-RAM-Fähigkeit gegen kleine, schnell fliegende Ziele, wie Raketen, Artilleriegeschosse oder Mörsermunition.
Rheinmetall Defence gehört seit Jahrzehnten zu den führenden Herstellern von komplexen Waffensystemen für die Flugabwehr und hat die Entwicklung in diesem Rüstungssegment mit wegweisenden Entwicklungen und Technologien maßgeblich geprägt. In der Kanonen-Flugabwehr ist Rheinmetall Defence mit dem Tochterunternehmen Oerlikon Contraves Marktführer und einziger umfassender Anbieter für Flugabwehrradare, Feuerleitung, Geschütze, integrierte Lenkwaffenwerfer und Ahead-Munition. Mit den lenkwaffengestützten Flugabwehrsystemen LeFlaSys und Asrad bietet Rheinmetall Defence ideale Lösungen zum Schutz leichter luftbeweglicher Verbände im Rahmen von Krisenreaktionseinsätzen.
Streitkräfte in mehr als 40 Ländern weltweit vertrauen auf die hochkomplexen, leistungsstarken und automatisierten Flugabwehrlösungen von Rheinmetall Defence. Die Waffensysteme decken das gesamte Spektrum der modernen Nahbereichsflugabwehr ab und bieten gestaffelte Lösungen aus einer Hand, die auch die Flugkörper-Abwehr einschließt. Die integrierten Waffensysteme von Rheinmetall Defence sind ganzheitlich konzipiert: Sämtliche Komponenten und Subsysteme wie Feuerleitung, Geschütze, Munition und Lenkwaffen sind optimal aufeinander abgestimmt.
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Multi Mission Effect Vehicle (MMEV) |
Derzeit entwickelt Rheinmetall Defence zusammen mit Partnerunternehmen für die künftige Ausrüstung der deutschen Heeresflugabwehrtruppe das System Flugabwehr (SysFla). SysFla umfasst alle Elemente eines Flugabwehrsystems, also unter anderem Tiefflugbereichsradare, Flugabwehrkanonen, eine neue Flugkörpergeneration, ein modernes Führungs- und Waffeneinsatzsystem, Fahrzeugplattformen mit hohem Schutzstandard sowie in die Waffensysteme integrierte aktive und passive Sensoren.
In Kanada startet Rheinmetall Defence mit dem dort ansässigen Tochterunternehmen Oerlikon Contraves Inc. die Entwicklung des so genannten Multi Mission Effect Vehicle (MMEV), das aufgrund seiner Mobilitätseigenschaften, seiner Vernetzungsfähigkeiten und seiner Bewaffnung für unterschiedlichste Einsatzszenarien geeignet ist. Ausgestattet mit modernster Radar- und Sensortechnologie ist das MMEV in der Lage, Bedrohungen aus der Luft und am Boden frühzeitig zu erkennen und präzise zu bekämpfen.
Das Ahead-System bietet eine überlegene Alternative zur Bekämpfung von kleinen, schnell fliegenden Zielen, wie Raketen, Artilleriegeschossen oder Mörsermunition (C-RAM). Bei diesem modernen Flugkörper-Abwehrsystem wird jeder einzelne Geschosszeitzünder beim Verlassen des Rohres entsprechend der Distanz zum Treffpunkt und der Anfangsgeschwindigkeit individuell so programmiert, dass das Ahead-Geschoss kurz vor dem anfliegenden Ziel Wolfram-Subprojektile schrotartig ausstößt. Die vernichtende Wolke von Projektilen fliegt auf das anfliegende Ziel zu und ermöglicht durch die hohe kinetische Energie der drallstabilisierten Wolframzylinder eine Bekämpfung mit bisher nicht gekannter Zerstörungswahrscheinlichkeit. Der neue, bereits in mehreren Ländern im Einsatz befindliche Standard für alle 35 mm Feuereinheiten ist unempfindlich gegen elektronische Störmaßnahmen.
Im Rahmen stationärer Flugabwehr, zum Beispiel für den Schutz von Feldlagern internationaler Einsatzkräfte oder zur Sicherung Einrichtungen und Objekte gegen terroristische Angriffe im Rahmen der inneren Sicherheit, bietet das modular aufgebaute und flexibel einsetzbare System Skyshield 35 optimalen Schutz gegen Bedrohungen im mittleren und unteren Luftraum.
Den Kern des Systems bilden zwei hochmoderne 35 mm Revolvergeschütze mit einer maximalen Kadenz von 1.000 Schuss/min. Die Geschütze sind für den Einsatz von Ahead-Munition ausgelegt und sind deshalb für die Kleinstzielbekämpfung hervorragend geeignet.
Die Steuerung von maximal vier Feuereinheiten erfolgt durch ein zentrales Sensor-/C4I Modul mit zwei unabhängigen 3D-Such- und Zielverfolgungssystemen (Radar und elektrooptisch). In Verbindung mit modernster Feuerleittechnologie entsteht ein automatisierter Ablauf der kompletten Sequenz "Suchen" bis "Schießen" und daraus folgernd die Fähigkeit, kleine RAM-Ziele rechtzeitig zu entdecken, exakt zu verfolgen und sicher zu bekämpfen. Optional können ein oder zwei zusätzliche Lenkwaffenwerfer in das System integriert werden.
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Skyshield Air Defence System: optimaler Schutz gegen Bedrohungen im mittleren und unteren Luftraum |
Sensormodul, Geschütze und Werfer sind unbemannt. Der Kommandoposten kann zum Schutz des Bedienpersonals bis zu 500 m entfernt vom Sensormodul eingesetzt werden. Das komplette System ist allwettertauglich, verfügt über hohe Resistenz gegen elektronische Störmaßnahmen und kann mit anderen Führungssystemen vernetzt werden. Das System ist bereits in mehreren Ländern im Einsatz.
Die voll vernetzungsfähigen Feuereinheiten Skyguard und das Feuerleitgerät Skyguard III verwirklichen das Konzept der gestaffelten Flugabwehr mit Hilfe von zwei 35 mm Flugabwehrgeschützen für den Nahbereich und optional zwei Lenkwaffenwerfern, die als verlängerter Arm dienen. Mit Ahead-Munition können bereits eingeführte Skyguard-Waffensysteme auch nachträglich flugkörperabwehrfähig gemacht werden.
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35 mm Hochleistungs-Zwillingsgeschütze GDF-007-Ahead |
Die automatisch gesteuerten 35 mm Hochleistungs-Zwillingsgeschütze GDF-007-Ahead erlauben in Verbindung mit dem Skyguard III Feuerleitgerät extrem kurze Reaktionszeiten und automatische Zielwechsel. Aktive und passive Zielfolge- Systeme (Radar 3D, Optisch 3D, d.h. Laser Entfernungsmesser sowie TV-Kamera und IR-Kamera mit Videotracker) verfügen über modernste ECM Fähigkeiten. Das Skyguard-System ist in mehr als 35 Ländern im Einsatz.
Das Skyranger-Geschützsystem ist als Neuentwicklung im Bereich selbst fahrender Multimissionssysteme auf den Schutz mobiler Verbände und stationärer Objekte optimiert. Zur Skyranger-Familie gehören das Skyranger-Geschütz, der Skyranger-Lenkwaffenwerfer und das Skyranger-Radar mit dem Führungssystem. Die Konfiguration des Gesamtsystems kann missionsspezifisch ausgewählt werden. Als Trägerfahrzeuge können, dem Schutz- und Mobilitätsbedarf angepasst, Rad- und Kettenplattformen genutzt werden.
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Das Skyranger-Geschützsystem kann durch die Konfiguration des Gesamtsystems missionsspezifisch ausgewählt werden. |
Zentrale Komponente des Systems ist der in ein Fahrzeug integrierte unbemannte Geschützturm. Seine extreme Leichtigkeit verdankt er dem Einsatz modernster Materialien und Technologien. Der Geschützturm, der z.B. in 8x8-Radfahrzeuge integriert werden kann, ist mit der erprobten 35 mm Revolverkanone von Oerlikon Contraves ausgerüstet. Die wählbare Kadenz – von Einzelfeuer bis zu 1.000 Schuss/min – verbunden mit der enormen Leistung der 35 mm Munition macht sie zu einer idealen Waffe gegen Luft- und Bodenziele. Mir der letalen Ahead-Munition erreicht das hochmobile Geschütz die Fähigkeit zur Kleinstflugköperabwehr. Eine duale Munitionszufuhr ermöglicht zudem die Feuerbereitschaft von zwei Munitionsarten.
Ein elektro-optischer Zielfolgesensor steuert die Waffe des Skyranger-Geschützsystems. Er verfolgt automatisch das ihm vom Führungssystem zugewiesene Ziel. Der passive Folgesensor gewährleistet ausgezeichnete Leistung bei Tag und Nacht – auch bei ungünstigen Wetterbedingungen. Zur Steigerung der Leistung gegen Bodenziele kann ein zusätzlicher Radar-Sensor integriert werden. Standardisierte Links und offene Struktur erlauben einen netzwerkbasierten Informationsaustausch mit übergeordneten Führungs- und Waffeneinsatzsystemen.
In Kombination mit dem Lenkwaffensystem Asrad (Advanced Short Range Air Defence System) steigt die Reichweitenwirksamkeit des Gesamtsystems. Dabei ist die Lenkwaffenplattform sowohl offen für den Einsatz unterschiedlicher IR- und laserstrahlgesteuerter Lenkwaffen als auch adaptierbar auf die unterschiedlichsten Rad- und Kettenträgerfahrzeuge. Der Betrieb ist im Skyranger-Netzwerk möglich. Der Lenkwaffenwerfer kann aber auch – in Verbindung mit einem 3D-Radar oder einem Infrarotsuch- und Führungsradar – autonom eingesetzt werden. Verschiedene Versionen des Asrad-Systems sind bereits in drei europäischen Ländern im Einsatz.
Für den Schutz hochmobiler Luftlandeverbände konzipiert, stellt das leichte Flugabwehrsystem LeFlaSys eines der weltweit modernsten Schutzsysteme kurzer Reichweite dar. Autonom oder im Verbund mit anderen Flugabwehrsystemen eingesetzt, ist das hochmobile, luftverladbare System in der Lage, Flugziele in einer Entfernung von bis zu 20 km aufzuklären, bis zu einer Entfernung von 6.000 m und im Höhenbereich bis zu 3.500 m erfolgreich zu bekämpfen.
Das in der Bundeswehr eingeführte Gesamtsystem besteht aus drei leichten Flugabwehrbatterien mit je 15 Flugabwehrraketenträgern, aufgeteilt auf drei Züge, aus drei Aufklärungs-, Führungs- und Feuerleitfahrzeugen und zwei Führungsfahrzeugen auf Basis des Luftlandewaffenträgers Wiesel 2.
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LeFlaSys ist das weltweit modernste Schutzsystem mit kurzer Reichweite. |
Durch seinen modularen Aufbau können Lenkflugkörpertypen verschiedenster Art bei entsprechender Adaption verschossen werden. LeFlaSys ist ein automatisches System mit genauer Zielführung und Feuerleitung, das mit geringem Personaleinsatz eine reaktionsschnelle Bekämpfung von Luftzielen realisiert.
Darüber hinaus ist das LeFlaSys in der Lage, durch netzwerkbasierte Integration Informationen mit übergeordneten Flugabwehr-Aufklärungs- und -Gefechtsführungssystemen auszutauschen, diese im eigenen System zu verarbeiten und darzustellen.
Mit dem Marinegeschützsystem Millennium steht der Marine auf hoher See und in Küstennähe eine 35 mm Mittelkaliberwaffe zur Verfügung, die im Nahbereich mit hoher Wirkung gegen Luft-, See- und Landziele eingesetzt werden kann. Sie eignet sich auch zur Neutralisation angreifender Schellboote.
Dank der hohen Kadenz von bis zu 1.000 Schuss/min und unter Nutzung der Ahead-Munition ist Millennium das einzige Revolvergeschütz im Mittelkaliberbereich, das in der Lage ist, angreifende Flugkörper auf See erfolgreich auf Distanzen bis 2,5 km zu bekämpfen. Ein integrierter Rechner übernimmt die Waffensteuerung und alle nötigen Ballistikrechnungen.
Das unbemannte Geschützsystem kann in verschiedene Schiffsklassen eingebaut, in Kombination mit jedem modernen Feuerleitsystem genutzt und problemlos in bestehende Verteidigungssysteme integriert werden.
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Dreiachsige Marine-Richtgerät TMX/EO |
Kleine, programmierbare und schwer zu entdeckende Angriffsflugkörper der neuesten Generation stellen sehr hohe Anforderungen an die Leistungsfähigkeit von Radar- und Sensorsystemen. Starker Seegang erfordert eine hohe Dynamik für die Erfassung schneller Ziele. Das dreiachsige Marine-Richtgerät TMX/EO ist für diese Herausforderungen speziell konzipiert. Es kann Luft-, See- und Landziele in unerreicht äußerst präzise vermessen. Durch die zwischen Seiten- und Höhenachse eingefügte dritte Achse können sehr steil angreifende Ziele und Ziele bei hohem Seegang verfolgt werden. Das Richtgerät ist mit einem Monoplus X-Band-Radar ausgestattet und verfügt über Sensoren für eine integrierte elektro-optische Visierlinie einschließlich Infrarot-Kamera, TV-Kamera und Laserentfernungsmesser für die passive Zielverfolgung. Dabei werden alle Sensordaten simultan verarbeitet. Zieldaten können an mehrere Waffensteuerungsmodule geliefert werden.
Insbesondere die Flugabwehr steht vor der Herausforderung, den Ablauf von Führungs- und Waffeneinsatzprozessen so zu komprimieren, dass auf Grundlage möglichst automatisierter Abläufe alle verfügbaren und erforderlichen Informationen zu einem klaren Lagebild zusammengeführt und durch die Analyse komplexer Daten Handlungsoptionen entwickelt und in Wirkung umgesetzt werden.
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Vernetzung für Air Defence: das Rheinmetall Battle Management System |
Die dazu erforderliche Vernetzung bisher autonom eingesetzter Flugabwehrsysteme und die Integration von Informationen zur Erweiterung des überwachten Luftraumes über mehrere Ebenen kann durch Battle Management Systeme (BMS) von Rheinmetall Defence geleistet werden. Neben der Schaffung eines ebenenübergreifenden aktuellen Lagebildes und einer integrierten Einsatzplanung ermöglicht das im Einsatz erprobte BMS eine überlegene Führung der bodengestützten Flugabwehrsysteme.
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